WGr.21 for Fw 190 / 1:72 / Eduard 672099 Brassin

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Für die hauseigene Reihe der Focke Wulf 190 ist nun auch die Werfer-Granate 21 als Zurüstset aus Resin mit Photoätzteilen erhältlich.

Geschichte

Die sogenannte „Werfer-Granate 21“ ist eine Ableitung des Infanterie Granatwerfers  „Werfer 42“ und wird in einigen Quellen auch als WGr. 42 bezeichnet.

Als sich 1943 herausstellte, dass selbst großkalibrige Bordwaffen für den Einsatz gegen feindliche Bomber nicht wirkungsvoll genug waren, wurde auf Eigenverantwortung deutscher Fliegeroffiziere die Verwendbarkeit dieses Granatwerfers der Infanterie Kaliber 21cm für den Einbau in Jagdflugzeuge untersucht. Die erste Ausrüstung mit dieser Waffe erfolgte in der FW 190, Bf 109 und Bf 110. Die sich zeigende große Wirkung rechtfertigte die Versuche, auch wenn die Waffe immer nur ein Provisorium blieb. Da die Geschosse weder Flügel- noch Drallstabilisiert waren, mussten die Flugzeuge mit widerstanderhöhenden Abschussrohren versehen werden, welche die Flugeigenschaften merklich verschlechterten.
Der Antrieb der Granate bestand aus 18,4 kg Diglykol-Feststoff und der Sprengkopf bestand aus 40,8 kg Pulver. Das Einsatzgewicht lag bei 111 kg, die Höchstgeschwindigkeit der Rakete lag bei 1200 km/h. Sie wurde auf eine Entfernung von 1200m zum Ziel eingesetzt. Aufgrund der Abmaße konnten an der FW 190 nur 2 Geschosse mitgeführt werden.
Die verheerende Wirkung dieser Waffe zeigte sich besonders am 14. Oktober 1943. Die 8. USAAF flog an diesem Tag einen Angriff auf Schweinfurt. Von den 291 eingesetzten B17 wurden 60 Stck. abgeschossen, 17 Stck. gingen auf dem Rückflug verloren und weitere 131 konnten nach der Landung nicht mehr repariert werden.

Quelle: Focke-Wulf190.com

Bauteile

 

In der Blisterverpackung befinden insgesamt acht Resinbauteile. Es gibt zwei komplette Granaten, die eigentlich nur Verwendung außerhalb des Abschussrohrs, etwa in einem Diorama finden. Zwei Abschussrohre, die links und rechts unter den Flügel montiert werden. Zwei Granatenspitzen, die in das Abschussrohr eingesetzt werden, wenn dieses in beladenen Zustand dargestellt werden soll. Und noch zwei Verbindungs- / Auslöserstücke, zwischen Tragfläche und Werferrohr. Der Resinguss ist wie bei Eduard üblich einwandfrei hergestellt.

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Ergänzt wird das ganze noch durch eine Platine aus Photoätzteilen, die neben der oberseitig auf den Flügeln zu montierenden Konterplatte noch weitere Teile für den Abgasauslass der Werferrohre enthält. Den größten Teil der Platine vereinnahmen allerdings die Bohrschablonen, mit denen die fünf Befestigungslöcher akkurat gesetzt werden können. Diese gibt es für den linken und rechten Flügel, jeweils für eine Fw 190A5 und eine Fw 190A8.

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Die Bauanleitung zeigt Beispielhaft die Vorgehensweise und liefert neben den Bemalungshinweisen auf einem weiteren Blatt, in drei Ansichten die korrekte Ausrichtung der Werferrohre am Flügel mit.

Fazit

Wer die Fw-190 nicht immer nur mit ihrer Standardbewaffnung bauen möchte, ist hier genau richtig. Eduard lässt den Bastler nicht im Regen stehen und liefert auch gleich die passenden Bohrschablonen mit, somit dürfte das Set recht schmerzfrei verbaut werden können.

Steckbrief

  • Zurüstset: WGr.21 for Fw 190
  • Maßstab: 1:72
  • Kategorie: Zurüstteile
  • Material: Resin + Photoätzteile
  • Hersteller/ Art.Nr: Eduard 672099
  • Erscheinungsdatum: März 2016
  • UVP Eduard:  7,45 €
  • Link zum Hersteller: -klick-

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