Lockheed P-38 J – Over Europe / 1:48 / Eduard Limited Edition / 1170

edu1170_p-38j_boxart_aOriginal/Geschichte

In Europa wurde die P-38 zunächst als Begleitjäger für die amerikanischen Bomberverbände eingesetzt, da die anderen eingesetzten Jägertypen wie die P-40 Warhawk und die P-47 Thunderbolt zunächst nicht über die nötige effektive Reichweite für Einsätze bis nach Deutschland verfügten. In dieser Rolle war das Muster aber, ähnlich wie zuvor die deutsche Messerschmitt Bf 110, nicht besonders erfolgreich. Fast alle Einheiten der 8. US-Air Force, die 451 P-38 an Totalverlusten zu verzeichnen hatte, wurden ab Dezember 1943 von der P-38 auf die P-51 Mustang umgerüstet.

In Nordafrika wurde die Lightning ab November 1942 bei der 12. Air Force erstmals in großer Zahl eingesetzt. Besonders erfolgreich war sie als Jagdbomber gegen Bodenziele oder als Abfangjäger gegen deutsche und italienische Transportflugzeuge. Sie erwies sich zwar im Luftkampf mit Jagdflugzeugen der Achsenmächte als schwerfällig, spielte jedoch ab 1943 eine wichtige Rolle als Begleitjäger der US-Bomberverbände. Die Flieger der deutschen Luftwaffe gaben dem Flugzeug wegen seines eigenartigen Äußeren und der enormen Feuerkraft bald die Spitznamen „Doppelschwanz“, „Gabelschwanz“ oder „Gabelschwanzteufel“. 23 Piloten der deutschen Luftwaffe erzielten fünf oder mehr Abschüsse von P-38. Einige dieser P-38 konnten flugtauglich erbeutet oder wieder flugtauglich gemacht werden und wurden von der 2. Staffel des Versuchsverbands Oberbefehlshaber der Luftwaffe eingesetzt.

Die produzierten Stückzahlen waren nicht sehr hoch, aber da die P-38 aufgrund der Ablehnung des Typs durch die 8th Air Force vor allem im Pazifik zum Einsatz kam, zerstörte das Muster mehr japanische Flugzeuge als jeder andere Jäger der USAAF. Im Pazifikkrieg spielte die P-38 vor allem daher eine Rolle, weil ihre zwei Motoren als Sicherheit für den Flug über dem offenen Meer angesehen wurden. Die erfolgreichsten amerikanischen Jagdflieger aller Zeiten (Richard I. Bong mit 40 Abschüssen und Thomas B. McGuire mit 38 Abschüssen; beide erhielten die Congressional Medal of Honor) erflogen sich ihre Erfolge auf diesem Muster. Alleine die 475th Fighter Group, zu der auch McGuire gehörte, schoss während des gesamten Krieges über 551 Feindmaschinen ab bei einem Verlust von nur 56 eigenen Maschinen. Einer der bekanntesten Einsätze der Lightning während des Kriegs war die Operation Vengeance am 18. April 1943, bei der der oberste Befehlshaber der japanischen Flotte, Admiral Yamamoto, in seiner Transportmaschine getötet wurde.

Die Lightning wurde auch als Fotoaufklärer eingesetzt. Der berühmteste Pilot der Aufklärungsvariante war der Schriftsteller Antoine de Saint-Exupéry, der mit seiner Lockheed F-5B am 31. Juli 1944 vom Einsatz von Korsika aus nach Grenoble nicht zurückkehrte. Im Jahre 2000 wurden Teile der Maschine südlich von Marseille aus dem Meer geborgen.

Über die Lockheed P-38 kann man hier bei Wiki noch mehr lesen.

Quelle Wikipedia

Bausatz

Obwohl die P-38 nie auf meiner Modellbauwunschliste stand hat mich das Original doch immer wieder gereizt. Dank ihrer Konstruktion mit dem markanten Doppelrumpf wurde sie auch von der Luftwaffe als Gabelschwanzteufel bezeichnet. Nicht ohne Grund, denn als sie auf dem Europäischen Kriegsschauplätzen auftauchte setze sich der wendige Zweimot-Jäger ordentlich zur Wehr und machte sich schnell einen Ruf als gefährlicher Gegner.

Eduard hat hier nun mit viel Cleverness den alten Academy Bausatz Super aufgemotzt. Farbige Ätzteile, Maskierschablonen ein komplettes Resin Cockpit nebst Rädern und neuen Turboladern aus der Brassin Serie zeigen hier die aktuellen Stärken von Eduard im Bereich Zurüst-Markt. Die Decals mit fünf farbenfrohen Markierungen stammen von Cartograf und zeigen beeindruckend den hohen Qualitätsstandard der Italiener aber auch hieran arbeitet man bei Eduard verstärkt.

Obwohl der Basis Bausatz von Academy schon gut 20 Jahre alt ist braucht er sich nicht verstecken. Die Oberflächendetails sind fein und stimmig. Dank der feinen Resinteile wird das Cockpit ein wahrer Hingucker. Die Bauanleitung ist klar gegliedert und der Zusammenbau sollte für den geübten Modellbauer kein Problem darstellen. Für die geübten deshalb weil die vielen Resinteile und Ätzteile schon etwas Übung verlangen und der Rumpf nachher ordentlich ausgerichtet werden muss was auf Grund der vielen Segmente nicht so leicht sein dürfte. Ich lasse mich überraschen 😮

Obwohl ich noch einige Modellbauprojekte liegen habe werde ich die P-38 sicher bauen. Allein schon das “Box-Art” auf der Bausatzkiste weckt in mir die Modellbaulust.

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Mit den beiliegenden Decals lassen sich folgende Maschinen markieren:

  • P-38J-25-LO, s/n 44-23677, Maj. Robert C. Rogers, 492nd FS, 367th FG, Peray, France, August, 1944
  • P-38J-10-LO, s/n 42-67940, flown by Lt. Jack M. Jarell, 485th FS, 370th FG
  • P-38J-15-LO, s/n 42-68004,1stLt. Clark R. Livingston, 392nd FS, 367th FG, Juvincourt AB, France, 1944
  • P-38J-10-LO. s/n 42-67505, Capt. Roy Scruthfield, 55th FS, 20th FG, King´s Cliffe AB, England, 1943-44
  • P-38J-10-LO, s/n 42-67685, Maj. Joseph Myers, 38th FS, 55th FG, Nuthampstead AB, England, 1943
  • P-38J-25-LO, s/n 44-23627, 1stLt. Sam Plotecia, 392nd FS, 367th FG, Juvincourt AB, France, 1944

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Fazit

Dank Ätzteilen, Maskierschablonen und fünf Markierungsvarianten erhält der ambitionierte Modellbauer hier ein schönes „Rundum-Sorglos-Packet“ mit allem drum und dran.

Steckbrief

Vielen Dank an Eduard für dieses tolle Besprechungsmuster.

 

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