Hellcat Mk. I / Mk. II DUAL COMBO 1/72 Profipack / Eduard 7078

Fazit Kurzform

Hier eine weitere Auskopplung des hervorragenden Hellcat-Bausatz, diesmal in den Kleidern der britischen Royal Navy.

Original/Geschichte

Im Zuge des lend-lease Abkommens lieferte die USA insgesamt 1182 Hellcats in allen verschiedenen Typen an die Royal Navy.
Die amerikanische Hellcat F6F-3 entsprach hier der Hellcat Mk.I, die Hellcat F6F-5 der Hellcat Mk.II.

Bausatz

Der Bausatz kommt mit den kompletten Bauteilen um zwei Hellcats zu bauen, ist aber so ausgelegt das eine Mk.I und eine Mk.II gebaut werden kann (also keine zwei Mk.I oder zwei Mk.II). Also Vorsicht beim basteln, da sich die zu verbauenden Bauteile der entsprechenden Muster unterscheiden.
Die Bauanleitung hilft hier weiter, da auf die Versionsunterschiede hingewiesen wird, läßt einem aber auch im Stich wenn es um die Cockpitkanzel geht, da die Windshields unterschiedlich waren.

Die Spritzlinge entsprechen denen der bereits hier vorgestellten Bausätze der Hellcats F6F-3 und F6F-5, deshalb möchte ich an dieser Stelle nicht weiter darauf eingehen.
Der einzigste Unterschied der Spritzlinge liegt in den Flügeln, hier hat Eduard einmal die Flügel der F6F-3 und die von der F6F-5 beigelegt, die sich geringfügig in den Gravuren und den bereits ausgebrochenen Löchern für die Unterflügelbewaffnung unterscheiden, ansonsten sind die Spritzlinge identisch und halten alle Teile für beide Versionen.

Da es sich um einen Profipack handelt gibt es natürlich auch Ätzteile (leider nicht selbsklebend), die auf zwei Platinen geliefert werden.
Auf der einen befinden sich die Teile für das Cockpit, bestehend aus den Konsolen, Instrumenten und Sitzgurte, mit der anderen lassen sich der Motor und die Abwurfbewaffnung nachdetaillieren.

Desweiteren sind natürlich auch selbstklebende Lackiermasken für die Cockpitkanzel enthalten.

Mit den Decals, die aus eigener Erfahrung zwar etwas empfindlich sind, sich aber dafür jeder Gravur anpassen, sind glänzend, sehr sauber und im Register gedruckt.
Mit ihnen lassen sich folgende Maschinen dekorieren:

Hellcat Mk.I JV132, Lt. Blythe Ritchie, 800 Sqn FAA, HMS Emperor, May 8, 1944 in den Farben Dark Slate Grey/Extra Dark Sea Grey und Sky auf der Unterseite.

Hellcat Mk.I JV131, 800 Sqn FAA, HMS Emperor, June, 1944 in den Farben Dark Slate Grey/Extra Dark Sea Grey und Sky auf der Unterseite, mit Invasionsstreifen für die Landung in der Normandy. (Die Invasionsstreifen müßen lackiert werden)

Hellcat Mk.I FN430, 1844 Sqn FAA, P/O Hannay, HMS Indomitable, August 24, 1944 in den Farben Dark Slate Grey/Extra Dark Sea Grey und Sky auf der Unterseite, mit den Markierungen der britischen Pazifikflotte.

Hellcat Mk.II JX814, 1844 Sqn FAA, Sub-Lieutenant W.M.C. Foster, HMS Indomitable, Okinawa, April 12, 1945 in den Farben Dark Slate Grey/Extra Dark Sea Grey und Sky auf der Unterseite, mit den größeren Markierungen der britischen Pazifikflotte.

Hellcat Mk.II JZ796, 808 Sqn FAA, Sub-Lieutenant Oscar Lorenzo, HMS Khedive and HMSTrincomalee, Ceylon, 1945 in Gloss Sea Blue überalles.

Hellcat Mk.II JZ935, 1839 Sqn FAA, HMS Indomitable, Sub-Lieutenant T.B. Speak, April 5th, 1945 in Gloss Sea Blue überalles

Die Farbvorschläge von Eduard beziehen sich auf die Palette von Gunze, hier sollte man aber nochmals selbst recherchieren, ich persönlich bin mit den angegebenen Farbnummern nicht immer einverstanden.

Fazit

Der sehr gute Hellcat Bausatz ist nun in den Kleidern der britischen Royal Navy mit Ätzteilen und Lackiermasken erhältlich. Im Dual-Combo sind zwei komplette Bausätze enthalten, je einer für eine Hellcat Mk.I und einer für eine Hellcat Mk.II. Wer ein Freund des stressfreien Bastelns ist, dem sei dieser Kit ans Herz gelegt, da er sich Aufgrund der sehr guten Passgenauigkeit und der gut durchdachten Teileaufteilung sehr gut bauen läßt.

Link zum Modell bei Eduard: Hellcat MK.I/II/Eduard

Der UVP des Herstellers liegt bei 39,95€, dürfte aber je nach Händler etwas günstiger ausfallen.

 

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