Airco D.H. 2 / 1:48 / Eduard 8443 / Weekend Edition


Original / Geschichte –

Die Airco D.H.2 war ein Doppeldecker des britischen Herstellers Airco und die zweite Konstruktion von Geoffrey de Havilland für dieses Unternehmen.

Diese Maschine war von ihrem Vorgänger D.H. 1 abgeleitet, jedoch als Jagdeinsitzer konstruiert und hatte somit geringere Abmessungen. Sie hatte gleich große, stoffbespannte Holztragflächen, wobei alle Flächen mit Querruder ausgestattet waren. Der Rumpf bestand aus einer unverkleideten Holzrahmenkonstruktion.

Durch die kleineren Abmessungen in Verbindung mit diversen Änderungen an der Aerodynamik war die D.H. 2 strömungsgünstiger als ihr Vorgänger D.H. 1 und hatte mit dem Gnôme-9-Zylinder-Triebwerk mit 74kW eine stärkere Motorisierung, die auf einen Druckpropeller wirkte.

Der Erstflug der Airco D.H. 2 erfolgte am 1. Juni 1915.

Anfang 1916 wurden größere Stückzahlen dieses Flugzeugs an die Fliegertruppe ausgeliefert. Die Piloten kritisierten, dass die D.H.2 sehr schwierig zu fliegen sei. Dies war bedingt durch die feinfühlig ausgelegte Steuerung, welche die Maschine andererseits zu einem erstklassigen Jagdflugzeug machte, die den bisher gefürchteten Fokker E.III-Eindeckern auf deutscher Seite nunmehr Paroli bieten konnten. Allerdings kamen nur wirklich erfahrene Piloten mit der D.H.2 zurecht.

Auf Grund von Beschwerden seitens der Piloten wurde das MG mittig vor dem Piloten in den Rumpf eingebaut (vorher wahlweise links oder rechts) und das Flugzeug wurde per Steuerung auf das Ziel ausgerichtet.

Die D.H. 2 war den Fokker-Eindeckern überlegen und hatte erheblichen Anteil daran, daß ab Juli 1916 die deutschen Jäger in die Defensive gedrängt wurden. Als aber im Herbst dieses Jahres die ersten Jagdstaffeln entstanden und mit den leistungsfähigen Albatros D I und D II-Jagdflugzeugen ausgerüstet wurden, erwiesen sich die langsameren und von der Feuerkraft her unterlegenen britischen Druckschrauber (D.H.2, F.E.2b, F.E.8) als nicht mehr zeitgemäß. Im Sommer 1917 wurden die letzten D.H. 2 von der Westfront zurückgezogen.

Im Herbst 1918 war die D.H. 2, von dem Airco 401 Exemplare hergestellt hatte, bei der RAF auch als Trainer ausgemustert.

[Quelle: Wikipedia]

Bausatz

Die Weekend Edition der Eduard Airco D.H. 2 kommt ohne Ätzteile, Maskierschablonen und mit nur einer Markierungsvariante daher. Nämlich die von Robert H.M.S. Saundby, Pilot  bei der No. 24 Squadron Royal Flying Corps, Frankreich im Jahr 1916.

Da ein Doppeldecker an sich schon ein sehr einfaches Fluggerät darstellt, hält sich die Anzahl der Bauteile ebenfalls in einer überschaubaren Größenordnung. Diese sind jedoch in Eduard-typischer Art sauber und mit feinen Oberflächendetails gespritzt. Auch die Streben zum Höhen- und Seitenleitwerk sind in einem akzeptablen Durchmesser realisiert worden.

Der Decalbogen beinhaltet schöne, große und ohne Versatz gedruckte Kokarden auf.

Fazit

Für den fairen Preis von ca. 14,- EUR erhält man einen ordentlichen und überschaubaren Bausatz.

Wer das Komplettpaket anstrebt, muß noch mal 14,- EUR dazulegen und hat dann Ätzteile, Maskierschablonen und die Qual der Wahl unter einer Handvoll Markierungsvarianten auswählen zu müssen.

Auch wenn es nicht jedermanns Sache ist und maßstäblich gesehen sowieso unrealistisch, so hätte Eduard doch einen Bespannungsplan beilegen können. Ist die Bespannung an einer Airco D.H. 2 nicht ganz einfach zu realisieren, so ist sie doch das Highlight dieses Flugzeugtyps!

Steckbrief

  • Weekend Edition Bausatz
  • Maßstab: 1:48
  • Hersteller/ Art.Nr. Eduard 8443
  • Erscheinungsdatum: Juli 2012
  • Unverbindlicher Verkaufspreis: ca. 15,- EUR

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